Referentin:
Ulla Remmer (freie Mitarbeiterin am Phonogrammarchiv der ÖAW, Wien)
Inhalte:
Wer heute am Wiener Opernring steht, erblickt direkt gegenüber der Staatsoper einen großen, funktionalen Stahlbetonbau aus den 1950er-Jahren, der kaum zum Historismus der Ringstraße passt. Dass an dieser Stelle einmal das "schönste Mietshaus Wiens" stand, lässt sich nicht mehr erkennen. Der monumentale Heinrichshof, 1863 errichtet, war jedoch weit mehr als ein beispielloser architektonischer Solitär: Er war Wohn- und Arbeitsort, sozialer Mikrokosmos und Schauplatz zentraler Brüche der Wiener Geschichte.