Tuesday 24. November 2020

Reisebericht aus Szombathely

(6. Oktober bis 12. Oktober 2014)

 

Bild: Seniorengruppe im Martineum - "Mitten im Leben" - Programm.

Wir verabschiedeten uns mit Musik und mit bunten Tüchern.

 

Die erste Station unseres Ungarn-Projektes war Szombathely. Das Martineum, ein ehemaliges Karmeliterkloster, war für eine Woche unser Zuhause. Katalin, die Rezeptionschefin und Peter Maurer, der Akademieleiter sorgten dafür, dass es uns an nichts fehlte. Wir besuchten zwei unterschiedliche Gymnasien, den Seniorenklub, den „Zivilen Rundtisch“, das Freiwilligenzentrum….

Das Hospitieren an den beiden Schulen war für mich sehr interessant, weil ich als pensionierte Lehrerin einen kleinen Einblick ins ungarische Schulsystem bekommen konnte.

Sehr neugierig war ich auf den Besuch im Seniorenklub. Hier lernten wir eine Seniorengruppe kennen, die gerade eine Stunde mit einer Kinesiologin verbrachte. Wir hatten die Möglichkeit mitzumachen und die Senioren kennenzulernen. Mit dieser Gruppe durften wir zwei Tage später unser „Mitten im Leben“-Programm durchführen. Die Senioren waren sehr offen für etwas Neues und machten mit Begeisterung mit. Ich war überwältigt von der Herzlichkeit der Senioren und ihrem Bedürfnis, aus ihrem Leben zu erzählen.

Wir hatten auch die Möglichkeit, unser Programm einer zweiten Seniorengruppe im Martineum vorzustellen. Auch hier gab es viel Aktivität, Gedächtnisarbeit und Spaß.

Dankend erwähnen möchte ich das tolle Freizeitprogramm mit Dorfmuseum, Hollywood-Classic, Konzert mit Ungarischer Volksmusik, Besuch der Bischofsresidenz und die Wanderung mit gastfreundlicher Gartenbesichtigung.

 

Dank an alle für diese schöne Zeit!

 

Waltraud Schurian

Reisebericht aus Szombathely

(18.Mai – 25.Mai 2014)

 

 

Martineums Bildungsakademie, ein prächtiges ehemaliges Karmeliterkloster war diese Woche meine Herberge. Ein großer wunderschöner Garten voll mit unterschiedlich blühenden Blumen lädt zum Verweilen, Entspannen, Meditieren oder zu spielerische Aktivitäten ein. Die ruhige Lage, idyllische Zimmer, Seminarräume, die gute Küche und Katalin, meine fließend Deutsch sprechende Kontaktperson und Rezeptionschefin sowie Peter Mauer, der Akademieleiter waren dafür verantwortlich, dass diese Woche unvergesslich bleibt.

Neue Erfahrungen nach Informationsgesprächen sind, dass Freiwilligenarbeit in speziellen Bereichen wie beispielsweise mit psychisch Kranken, Süchtigen… die Professionalität durch Ausbildung oder Berufserfahrung voraussetzt. Weiteres gibt es ein Freiwilligenzentrum (EU-Projekt), deren Leitung koordiniert, unterschiedlichste Freiwilligenprojekte unterstützt sowie professionelle Beratung anbietet. Ebenso fungiert das Zentrum als Anlaufstelle für verpflichtende Sozialstunden zukünftiger Maturanten. Denn ein neues Gesetz verlangt als Voraussetzung zur Reifeprüfung den Nachweis von 30 Stunden Sozialer Arbeit, wobei täglich nicht mehr als 3 Stunden unentgeltlich geleistet werden dürfen. Genauso kann Freiwilligenarbeit bzw. jährlich verpflichtende 70 Sozialstunden arbeitsloser Personen in einem Alters- und Behindertenheim ausgeführt werden. Dafür wird zwischen der Leitung, dem Freiwilligen und der zu betreuenden Person ein Vertrag unterzeichnet. Weiteres bereitete mir ein Freiwilligeneinsatz als deutschsprachiger Diskussionspartner in Gymnasien, großen Spaß. Die anfängliche Scheu vor der Kommunikation brach schnell und wir sprachen über „Gott und die Welt“ und auch über die Situation der gesellschaftlichen Anforderungen der immer älter werdenden Generation. Lobenswert sei erwähnt, dass die SchülerInnen nicht nur über einen reichlichen Wortschatz verfügen sondern diesen auch gezielt anwenden. Wir hatten an dieser Unterrichtseinheit dermaßen Spaß, dass sie auf Wunsch der Klasse am nächsten Tag wiederholt wurde.

Interessant, informativ und sportlich ging diese Woche zu Ende. Sportlich deshalb, da Katalin und ich alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und näheren Umgebung (Eiserne Vorhang Museum 25km entfernt) mit dem Rad erkundigten. Nur für den Weg in die Städte Köseg und Sopron war Peter mein „Chauffeur“ und Stadtführer sowie Begleiter als ich den Bischofspalast besuchen durfte. 

 

Mag. Martina Bergner

 

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